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Reisesperber

Die Tage in Tofino vergingen wie im Flug. Wir genossen nochmals super schönes Wetter und eine Whale Watching Tour.  Auf dieser Tour hatten wir zwar jeweils “nur” die Walrücken gesehen doch es gab auch Seelöwen und Otter zu sehen sowie diverse Vögel. Der Otter gefiel uns am besten (siehe Bild). 🙂  Am zweitletzten Tag auf dem Campingplatz feierten wir noch den Geburtstag von Thomas und fuhren dann nach Victoria weiter. 

 

Kaum bei unserem Schlafplatz in Victoria angekommen, folgte schon etwas ganz geniales. Als wir aus dem Hugo ausgestiegen sind, sahen wir ein riesen Truck hinter uns. Ein gelbes Nummernschild und dieser Akzent?, dass kann doch nur ein Europäer sein 🙂 Es waren Ingrid & Branko aus Holland. Das eigentliche Geniale an dieser Geschichte ist, dass unsere beiden Camper auf dem genau gleichen Schiff von Hamburg nach Halifax im März waren. Bei einem gemeinsamen Bier hatten wir festgestellt, dass unsere Routen quer durch Kanada fast identisch verliefen. Das gab viel Gesprächsstoff  🙂 Es war spannend zu hören, wie diese beiden das Reisen während dieser Zeit meistern und natürlich hatten wir auch über ein Abbruch der Reise und einer Rückkehr unterhalten. Noch ziemlich unentschlossen wie es weitergehen soll, besuchten wir in Victoria das “BC Museum”. Wir haben herausgefunden, dass wir nicht gerade die “Museumstypen” sind, doch dieses BC Museum hatte sich wirklich gelohnt. Man hörte diverse Indianersprachen, das Farming, Goldrushzeit und noch vieles mehr wurde wirklich spannend dargestellt. Wie dazumal die Transcanada Zugstrecke gebaut wurde, sahen wir dann im Imax Kino. Kaum vorstellbar, doch als man mit dieser Zugstrecke anfing, kamen die Arbeiter (meistens Japaner) gerade mal 2 Meter pro Tag weit. Lawinen hatten jeweils die Strecke im Winter wieder zerstört und man musste von vorne beginnen und eine neue Route suchen. Neben Naturkatastrophen kam dann auch noch einen Engpass bei der Finanzierung dazu. Fast konnte man die Strecke nicht mehr weiterbauen, doch der Tourismus rettete dieser Strecke sozusagen das Leben.

 

Es ging dann weiter mit der Fähre nach Vancouver. Für 5 Nächte waren wir dann in einem Airbnb und da lernten wir wieder das “Städterleben” so richtig kennen 🙂 Den Hugo parkierten wir auf dem Besucherparkplatz im Parkhaus. Wir hatten von der Airbnb Besitzerin eine Parkkarte erhalten. Super praktisch, der Hugo ist sicher versorgt und wir können ungestört die Stadt entdecken…. und dann war der Hugo verschwunden!!! An einem Nachmittag kehrten wir in die Wohnung zurück und weg war er. Chloe (die Besitzerin des Airbnb’s) klärte dann mit einer Abschleppfirma, ob unser Hugo abgeschleppt wurde. Nun hatte ein hässiger Nachbar unser Hugo abschleppen lassen, weil wir seit mir als 3 Nächte auf diesem Besucherparkplatz waren! Ohne Warnung oder schriftliche Mitteilung! Phuu… wir konnten aufatmen und den Hugo abholen 🙂 Bei super schönem Wetter starteten wir die 1.5h Wanderung zum Grouse Mountain. Der Grouse Mountain ist ein Wander- und Skiberg von Vancouver. Die Wanderung war noch recht steil und die Sicht war fantastisch. Man hätte aber meinen können, man stehe auf dem Uetliberg 🙂 Wir beenden unseren Aufenthalt in Vancouver mit einem Spaziergang durch den Stanley Park.  

 

So, und nun folgt der Link zu unserem Blogtitel “Zurück auf Feld 1”: Wir wussten langsam müssen wir eine Entscheidung treffen, wie wir unsere Reise fortsetzen wollen. Die Grenze zur USA ist bald ein Jahr geschlossen und wir gehen davon aus, dass sich da im Moment nichts ändert. Wir wurden schon mit -20 Grad und Schnee vom Winter begrüsst und es ist noch nicht mal November. Wir haben die Möglichkeit im Haus von Freunden zu überwintern und dann im Frühling weiterzureisen. 

 

Doch irgendwie passt es uns so nicht. Wir können nicht mehr so reisen, wie wir es wollen. Enttäuschend entschieden wir, dass wir uns langsam auf den Rückweg machen. Mit dem Rückweg meinen wir: wieder zurück nach Halifax zum Hafen, dort wo wir im März gestartet sind.

 

Wir wollten nicht gerade schnurstracks nach Halifax fahren und daher machten wir einen Umweg nach Jasper und fuhren auf der berühmten Icefield Parkway Road nach Banff. Diese Landschaft mit diesen wunderschönen herbstlichen Farben. Das ist tatsächlich einer der schönsten Routen in Kanada. Wir trafen dann den Walti in Canmore und genossen ein feines Fondue bei ihm zu Hause. Am nächsten Tag fuhren wir weiter zum eindrücklichen Grassland Nationalpark von Saskatchewan. Einfach nur wundervoll diese Prärie. Wir hatten das Glück und sahen Bisons, welche im Wind und der Kälte ausharrten. Ja, und dann fuhren wir innerhalb wenigen Tagen durch die Provinzen Manitoba, Ontario und Quebec. 

 

Und jetzt sind wir an der Grenze zur Provinz New Brunswick und warten bis wir zum Hafen und Flughafen weiterfahren können. 

 

Wer hätte das gedacht, dass unsere Reise so endet. Wir verbrachten wunderbare Monate im wunderschönen Kanada und wir kommen mit unvergesslichen Eindrücke und tollen neuen Freunden zurück. 

 

Wir freuen uns auf all diese vielen lieben Leute zu Hause und natürlich auf das Skifahren 🙂

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