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Reisesperber

Endlich, der Hugo ist da 🙂 Mit voller Energie wollten wir aus dem Hafengelände von Halifax rausfahren. Wir setzten uns in den Hugo und waren abfahrtbereit. Thomas startete den Motor und dann kam nichts mehr… wir schauten uns gegenseitig an und mussten schon fast das Lachen verkneifen. Noch nicht mal weg vom Hafen und schon das erste Problem – die Batterie vom Auto war leer. Wir vermuten, dass derjenige, welche den Hugo vom Schiff gefahren hatte, etwas nicht ausgeschaltet hatte. Als wir uns immer noch fragend anschauten und zurück ins Hafenbüro wollten, kamen bereits zwei Hafenmitarbeiter mit ihrem „Boosterauto“ um den Hugo zu überbrücken. Das ist unglaublich – die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft hier in Kanada ist unübersehbar. Kim, die Mitarbeiterin von der Spedition, welche für uns die Einfuhrpapiere vorbereitet hatte, unterstützte uns trotz dem Corona Chaos bis spät Abends. Sowie auch der Zollbeamte am Hafen drückte uns eine Karte von Nova Scotia in die Hand und verabschiedete sich mit den Worten: „… und nicht vergessen, in Canada ist Marihuana legal.“

Jetzt konnte es losgehen – fast losgehen,.. wir mussten noch das Airbnb räumen und putzen und noch einen Grosseinkauf machen. Mit einem vollgestopften Hugo fuhren wir dann endlich von Halifax in Richtung Westen ab. Der Transcanada-Highway war gespenstisch leer und wir kamen recht gut voran. Nach acht Stunden Fahrzeit hielten wir in Rivière-du-Loup an um dort zu übernachten. Es war bissig kalt, sogar so kalt, dass das Wasser im Abwasserschlauch einfror 🙂 Unser Schlafplatz war direkt am Meer und so pfiff der Wind die ganze Zeit um den Hugo. Die Temperatur viel bis 17 Grad unter 0. Wir sind froh, dass wir so viel Arbeit in die Isolation investiert hatten. Es war gemütlich warm 🙂

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter nach Quebec. Wir fanden auf dem grossen, verlassenen Parkplatz des Aquariumcenters einen Schlafplatz. Die Stimmung in Quebec ist durch das Virus völlig gedämpft. Deshalb sind wir nicht durch die Stadt gewatschelt um die Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Die Zeit haben wir uns mit Kochen, Arbeiten und Yoga totgeschlagen. Wir haben uns nach drei Nächte entschieden weiter in die Wildnis zu fahren um dort, wie im Blog von Halifax bereits angekündigt, autark zu sein. Westlich in die Natur des Nationalparks Alonquin sollte es gehen. Ja, sollte es gehen… unser Plan geht leider nicht auf. Die Provinz Ontario schliesst sämtliche Pärke per morgen, 24.03.2020 bis und mit 30.04.2020.  Das Virus hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht 🙁

Wir haben nun einen neuen Plan und werden nun so rasch als möglich in Richtung Toronto fahren und dort für zwei Wochen in ein weiteres Airbnb ziehen. Für Hugo haben wir einen Parkplatz. Wir sind dort ziemlich Nahe an den Niagara Falls. Wir hoffen, dass wir diese Sehenswürdigkeit doch noch irgendwie bestaunen können – dann bestimmt mit wenigen oder sogar gar keinen weiteren Touristen 🙂

Wir werden uns die nächsten zwei Wochen entscheiden, wie wir weiter vorgehen sollen. Es ist schwierig mit dieser weltweiten Krise zu Reisen und dabei stets positiv zu sein. Doch wenn unser Plan wieder nicht aufgehen sollte, schmieden wir einfach wieder einen Neuen 🙂

Take care und hebed eu Sorg !

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