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Reisesperber

Unser Aufenthalt in Whistler fiel wortwörtlich ein wenig ins Wasser. Wir waren vier Nächte auf dem Campingplatz und hatten praktisch jeden Tag im Hugo mit Arbeiten und Spiele spielen verbracht. Es hatte wirklich jeden Tag geregnet und die Wetterprognose waren etwa gleich schlecht. Nichts als Regen… damit uns die Decke nicht auf den Kopf viel, gingen wir trotz Regen jeweils ins Village und hatten uns einmal beim Durchschlendern spontan bei einem Bärensafari angemeldet. Drei Stunden sassen wir dann in einem Jeep mit geöffnetem Dach und gingen im Olympia Park auf Bärenjagd (nur für einen Schnappschuss 🙂 ) Das Dach war jedoch nicht lange geöffnet. Es hatte natürlich wieder angefangen zu regnen. Wir kurvten mit dem Jeep über Stock und Stein und konnten die olympische Winteranlagen bestaunen. Von der Skisprungschanze, dort wo Simon Ammann das vierte mal olympisches Gold geholt hatte, entdeckten wir eine Bärin mit ihren Kids. Im Eiltempo stürzten wir uns wieder zurück in den Jeep und fuhren zu diesem Platz. Völlig gemütlich und überhaupt nicht gestresst frassen die Bären weiter und wir konnten so super Fotos schiessen (siehe Bildergalerie).

Das Wetter und auch die geschlossenen Bergbahnen drückten immer mehr auf die Stimmung. Leider kam dann auch noch die erneute Verschiebung der Grenzöffnung zur USA dazu. Wir wussten langsam, dass es so keinen grossen Sinn mehr macht. Schliesslich dachten wir ans nach Hause fliegen. Den Hugo können wir problemlos in Vancouver unterstellen und die Reise einfach später fortsetzen. Doch dann entdeckten wir das Inserat auf „Workaways“.

Das Plato Island Resort hatte auf dieser Internetseite nach Hilfe gerufen. Sie benötigen unbedingt Unterstützung auf ihrem Campground. Der Campingplatz befindet sich direkt am Quesnel Lake in der Provinz British Columbia. Die nächste grössere Stadt Williams Lake liegt 1.5h Autostunden entfernt, der Campingplatz befindet sich daher „off the grid“. Die Eigentümer Marita und Kyle mit dem einzigen Mitarbeiter Greg betreiben diesen Campingplatz. Anfangs der Woche war noch Helena mit im Team. Sie ist aus Irland und war als Volunteer hier.

Zuerst hatten wir mit Marita ein kurzes Bewerbungsgespräch per Telefon. Und dann hiess bald mal „antraben und arbeiten“ 🙂

Und so sind wir nun seit zwei Wochen hier und helfen bei alltäglichen Arbeiten wie Bäume fällen, Kabinen putzen, Kochen, Rasen mähen und noch vieles mehr mit. Kein Tag ist wie der Andere. Bei einem „Spätfrühstück“ wird besprochen wer was erledigt und um 15.00 Uhr treffen wir uns wieder bei einem Kaffee und Kuchen. Danach wird weitergearbeitet bis 18.30 Uhr. Hört sich nach viel Arbeit an, doch je nach Anzahl Gästen auf dem Campingplatz ist mal etwas weniger und mal etwas mehr los. Somit bleibt uns auch viel Zeit um mit dem Boot auf den See rauszufahren um zu fischen oder mit dem Quad rumzudüsen. Greg ist ein begeisterter Hobbyfischer und hatte uns schon am ersten Tag mit auf den See genommen. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten. Thomas hat in nur 10 Tagen 8 Fische gefangen wobei es bei Nadia nur bei einem Einzigen geblieben ist 🙂
Marita und Kyle sind anscheinend sehr zufrieden mit uns und möchten uns bis Ende Saison behalten. Ob es vielleicht unseren „Älplermaggaronie“ oder „Ghackets und Hörnli“ liegt? 🙂 Es macht, trotz auch den mühsameren Arbeiten wie zb. Putzen, sehr viel Spass hier zu arbeiten. Wir kommen schnell mit den Gästen ins Gespräch und erzählen von unserer Reise.

Gerne möchten wir den Norden Kanada noch erkunden und haben darum eine Visaverlängerung eingereicht. Wenn wir bereits etwas gelernt haben, ist es, nicht mehr weit vorauszuplanen, denn es kommt ja sowieso wieder anders 🙂

Wir sind gespannt, was für tolle Erlebnisse wir hier noch erleben dürfen.
Bis bald

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